Gestern war der Internationale Tag des Ehrenamtes.

 

Natürlich haben wir den nicht vergessen, aber wir waren hin- und hergerissen.
Wieso?
Weil es uns eigentlich gar nicht geben sollte!

 

Ohne Ehrenamt würde unsere Gesellschaft vermutlich komplett kollabieren. Denn all das, was in der sozialen Struktur durch den Staat vernachlässigt wird, fängt das Ehrenamt durch den Einsatz von Millionen von Menschen auf.

Und das ist falsch!

 

Es muss endlich durch die Politik erkannt werden, dass Sozialberufe zwar kein DAX-Größen sind, aber für das Funktionieren einer demokratischen friedlichen Gesellschaft unerlässlich.

 

Wieso ist die Hausfrau, die regelmäßig Kinder in einer Unterkunft betreut, eine ehrenamtliche Kinderbetreuerin, wenn es doch ein Beruf ist, der entsprechend auch vergütet werden muss?

 

Wieso ist der Nachbar, der eine Familie stundenlang Nachhilfe in Deutsch, Mathematik, Englisch gibt, ein Ehrenamtler, wenn es doch den Beruf des (Nachhilfe-) Lehrers gibt, der entsprechend vergütet werden muss?

 

Wieso ist die Frau, die die Kids aus der Nachbarschaft mehrmals in der Woche im Basketball trainiert, eine Ehrenamtlerin, wenn es doch den Beruf der Sportlehrerin gibt, der entsprechend vergütet werden muss?

 

Wieso ist der geflüchtete Mann sprachmittlerisch viele Stunden in der Woche mit anderen Geflüchteten unterwegs und hilft ihnen beim Arzt, den Behörden, wenn es doch den Beruf des Flüchtlingslotsen gibt, der entsprechend entlohnt werden muss?

 

Wieso beraten, informieren, empowern, unterstützen, begleiten wir Geflüchtete und sozial benachteilige Menschen im Ehrenamt, wenn es doch den Beruf des Sozialarbeiters gibt, der entsprechend entlohnt werden muss?

 

Ein Staat, der den Anspruch hat, ein Sozialstaat zu sein, darf das nicht zulassen.
Es wird Zeit, dass sich Prioritäten verschieben und Sozialberufe die Bezahlung und Anerkennung erhalten, die sie verdienen.

 

Es wird Zeit, dass der Staat uns, das Ehrenamt, das dessen Lücken füllt und Fehler ausbügelt, auf Augenhöhe anerkennt.

 

Professionalisiert haben wir uns schon alleine!

 

Aber selbstverständlich möchten wir EUCH ALLEN unseren Dank aussprechen, von tiefsten Herzen.

 

Die, die ihr Sachspenden sammelt, bringt, andere motiviert, es Euch gleich zu tun, uns mal mit einem Kuchen erfreut oder ein dringend gesuchtes Fahrrad bringt.

 

Und auch Euch, die ihr uns finanziell unterstützt. Denn jeder Euro ist für unser Überleben, für unsere Arbeit, für die Menschen, die wir unterstützen, essentiell.

Danke auch an die, die mal ein Solikonzert für uns veranstalten oder in der Schule eine Sammelaktion starten.

Es gibt viele Menschen, die uns auf die ein oder andere Weise unterstützen.

 

IHR ALLE seid Teil von uns. DANKE!

 

Habt alle einen schönen Nikolaustag


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