Wir bei Moabit hilft e.V helfen dort, wo Armut Menschen unsichtbar macht.

Liebe Freund*innen von Moabit hilft ⭐️
In Berlin leuchten die Straßen, die Schaufenster sind voll, Menschen kaufen Geschenke, Kinder schreiben Wunschzettel, der Adventskranz brennt, und überall riecht es nach Vorfreude.
Für viele beginnt jetzt eine Zeit des Lichts.

Doch während manche Plätzchen backen, überlegen andere, wie sie bis Monatsende kommen sollen.
Während manche über Geschenke sprechen, hoffen andere, dass niemand fragt, warum es dieses Jahr keine gibt.
Während manche Wohnungen nach Zimt und Mandeln duften, wird andernorts der Strom abgestellt.

Und genau dort beginnt die Realität, die in an vielen Orten Berlins Alltag ist. 

Stell dir vor, dein Kind erfindet Ausreden, um nicht mit auf den Klassenausflug zum Weihnachtsmarkt zu gehen, nicht, weil es nicht will, sondern weil klar ist, dass das Geld nicht reicht, schon ein kandierter Apfel wäre zu teuer.

Stell dir vor, du musst im Winter durch die Kälte laufen, um zu duschen, in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft, in der die Sanitäranlagen weit entfernt liegen. Hundert Meter, mit dünnen Plastiklatschen, mitten in Berlin. Kein Bademantel. Keine Hausschuhe. Kein Schutz. Nur die Hoffnung, dass niemand sieht, wie du lebst.

Stell dir vor, du sagst den Geburtstag deines Enkels ab, nicht, weil du nicht hinwillst, sondern weil du dir die Fahrkarte und ein kleines Geschenk nicht leisten kannst, und du dich dafür schämst.

Stell dir vor, du willst mit deinem Partner in den Grunewald fahren, einmal raus aus der Stadt, frische Luft, ein bisschen Freiheit, aber einer von euch bleibt zu Hause, weil es nur eine einzige Fahrkarte gibt. Nicht aus Wahl, sondern weil kein Geld da ist, um gemeinsam loszugehen.

Stell dir vor, dein Kind muss erklären, warum es nicht am Sportunterricht teilnimmt, es denkt sich Ausreden aus, weil die Turnschuhe seit Monaten zu klein sind, aber Mama zuerst den Strom bezahlen muss, es traut sich nicht in den Unterricht, und in der Schule werden Fehlstunden notiert.

Stell dir vor, du musst entscheiden, ob du deinen Blutzucker kontrollierst oder etwas isst, die Rezeptgebühr in der Apotheke beträgt fünf Euro, zu viel, wenn du jeden Cent umdrehen musst, also verzichtest du auf den leckeren Kuchen der Kollegin und behauptest, du wärst auf Diät.

Du verzichtest auf dein Frühstück, damit dein Kind eine volle Brotbox hat, du sagst, du hättest keinen Hunger, und hoffst, niemand fragt.

Stell dir vor, du gehst schon seit Jahren nicht mehr ins Kino, nicht ins Schwimmbad, nirgendwohin, wo Menschen lachen, nicht, weil du nicht willst, sondern weil ein Ticket inzwischen Luxus ist.

Das passiert hier, in Berlin, jeden Tag.

Wir bei Moabit hilft e.V helfen dort, wo Armut Menschen unsichtbar macht, beschämt und krank werden lässt.
Wo Kinder nicht mitdürfen, Großeltern nicht kommen können und selbst ein bisschen Alltag unbezahlbar wird.

Wir machen keine Show, wir sichern, was Menschen brauchen:
Würde, Teilhabe, Schutz, Hoffnung, Menschenrechte.

Armut kennt keine Nationalität, in Berlin wächst fast jedes vierte Kind in einer armutsgefährdeten Familie auf, nicht Herkunft entscheidet, Armut entscheidet.

Bitte, hilf uns zu helfen. Jetzt.

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Wir wünschen dir eine gesegnete Adventszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr, und wenn du Weihnachten feierst, ein schönes Weihnachtsfest. 

Allen anderen wünschen wir geruhsame, friedliche Tage im Kreis der Menschen, die sie lieben.

Seid lieb zueinander.

Dein Team
Moabit hilft e.V


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10504 Berlin

 

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