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Es ist geschafft - Mohammads Familie ist wieder zusammen

Das war ein unglaublicher Tag heute. Und selbstverständlich möchten wir, dass ihr daran teilhabt. Denn ihr habt es mit ermöglicht, dass eine Familie nach langen drei Jahren endlich zusammengefunden hat 

Natürlich erinnert ihr euch an unseren Aufruf nach Unterstützung.

Unsere Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, ihr habt sie sogar übertroffen, denn niemals hätten wir angenommen, dass ihr uns das Ticketkaufen nach schon drei Tagen ermöglicht.

Somit, gleich Flugtickets rausgesucht, Reiseunternehmen angerufen, Namen durchgegeben und voller Glücksgefühl auf die Bestätigungsemail gewartet.

Und diese brachte uns dann mal temporär wieder auf den harten Boden zurück. Der "nette" Mitarbeiter hatte sich - obwohl ganz klar buchstabiert: AlphaBertaDoraAlphaLeonardHeinrich das Ticket auf einen Abdallah gebucht.
Falscher Name auf dem Ticket bedeutet kein Flug möglich.
Ihr macht euch kein Bild, wie wir uns wie die Kreisel gedreht haben. Bis nach Jordanien angerufen, gebettelt, gebeten, gedrängt, mit Anwalt gedroht .... nach sechs Stunden war es dann endlich amtlich, die Tickets werden storniert und neu ausgestellt.

Somit wieder im siebenten Himmel überbrachten wir Mohammad die glückliche Nachricht und wurden wieder auf den harten Boden zurückgeholt. Mohammad ist krank, sehr krank, auch ihn hat die Grippewelle erwischt. Somit hofften wir, dass er bis heute, Donnerstag, wieder auf dem Damm ist. 
Wir hofften und bekamen eine weitere schöne Neuigkeit, sein großer Sohn war da, so könnten wir sie alle Fünf vereinen.

Heute nun der große Tag. Blümchen gekauft, Plakat gemalt und auf Mohammad gewartet. Aber er konnte nicht kommen, schon gestern verschlechterte sich sein gesundheitlicher Zustand so sehr, dass fast ein Krankenwagen gerufen werden musste, heute war er fiebrig, zu schwach rauszugehen. Der große Sohn kam stattdessen und war sichtlich aufgeregt.

Also ab ins Auto und ab nach Tegel - Gate A 12 - Flug Amman, Ankunft 13.50 Uhr...
Und wir warteten, aufgeregt, wir wissen nicht, wer mehr aufgeregt war, wir oder der Große 
Immer wieder Ausschau halten, vorher noch der Flieger aus Wien. Gucken, abchecken, nee die sehen nach Wien aus, weiterwarten, hin und her laufen, wieder kommen Leute raus, immer noch Wien, dann ein Mann, wir fragen ihn, ja, sein Flug ist der aus Amman, die Unruhe stieg an....

und dann ein Schrei ! Die Mutter, nach drei endlos langen Jahren, ihr großer Sohn in ihren Armen, die Schwester, der Bruder... als Außenstehende ist man hin und her gerissen mit den Gefühlen.
Wir freuen uns so sehr mit dieser Familie aber kommen auch nicht umher an die anderen zu denken, die ebenso auf ihre Familien warten, die doch auch dieses Glück haben könnten, diese Gedanken wischen wir beiseite, jetzt heißt es freuen.

Wir alle fallen uns in die Arme und nachdem die ersten Schniefzer getrocknet sind geht es ab zum Auto. Schnell wollen wir zu Mohammad.

Wir scherzen im Auto, ob er denn seine Kinder erkennt, waren sie doch damals noch so klein. Der kleine Junge von damals ein junger Mann, die süße kleine Tochter heute eine hübsche junge Frau. Wir lassen die Fotos von damals im Auto kreisen und schütteln die Köpfe. Wieso müssen Menschen so lange aufeinander warten, wie hält man sowas aus? So viel Zeit, die einem niemand zurückgeben kann.

Als wir endlich in ihrer Wohnung ankommen, ist Mohammad fast zu schwach aufzustehen, aber auch er ist überwältigt von dem Glück, seine Familie wohlbehalten zurück und komplett zu haben. Tränen fließen, es sind gute Tränen, es sind die der Freude, des Glücklichseins.

Wir danken euch allen, dass ihr diesen Tag gemeinsam mit uns möglich gemacht habt.
Auch im Namen der Familie sollen wir Dank aussprechen.

              

 

Das erste, das der Mensch im Leben vorfindet, das letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie.
Adolph Kolping (1813 - 1865)

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