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Video: Drei Jahre danach: "Moabit hilft" zieht Bilanz

 

"Diese Bilder aus dem September 2015 gingen um die Welt. Auf dem Gelände der offiziellen Erstregistrierungsstelle für Flüchtling in Berlin, dem damals zuständigen Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) herrschten chaotische Zustände. Die Berliner Behörde war dem damaligen Ansturm nicht gewachsen, sie galt zeitweise zumindest hierzulande als Symbol für das Versagen staatlicher Strukturen. Es fehlten Mitarbeiter und Dolmetscher, um den plötzlich einsetzenden Massenansturm zu kanalisieren und zu registrieren.

 

Erleichterung verschafften da die Mitarbeiter der Hilfsorganisation "Moabit Hilft" aus einem Nachbargebäude heraus. Sie verteilten nach eigenen Angaben Zehntausend Becher Wasser bei 40 Grad Hitze und ebenso viele Heißgetränke bei Minusgraden im Winter, tauschten Flip Flop-Sandalen gegen Winterschuhe aus und beschafften warme Kleidung für Groß und Klein.

 

Diana Henniges, Gründerin und Geschäftsführerin von "Moabit Hilft" erinnert sich:

"Hier waren Menschen, die waren einfach völlig unversorgt. Die hatten keine Lebensmittel bekommen, sie haben nichts zu trinken bekommen, sie hatten keinen Schlafplatz. Teilweise waren die Wartezeiten bis zu 60 Tage, bis man registriert wurde und entsprechende Leistungen bekommen hat."

 

Mit dem Abebben des Flüchtlingsstroms läuft auch die Arbeit bei "Moabit hilft" wieder in geordneteren Bahnen.

 

Der gemeinnützige Verein fördert Integration von Geflüchteten durch kostenlosen Deutschunterricht, Praktika und Arbeitsangebote. Außerdem gibt es Beratungen und Hilfe bei Behördengängen.

Bundesfreiwilligendienstleistende, die sich aus Geflüchteten rekrutieren, haben eine Aufgabe im Verein gefunden und helfen mit als Köche oder in der Kleiderkammer. Jwan aus Syrien ist einer von ihnen: "Ich fand, die Arbeit hier ist cool, und ich wollte mich immer sozial engagieren, und ich hab einfach mal so nachgefragt, ob ich hier auch mitmachen könnte. Die waren alle so freundlich zu mir und meinten, jeder hier ist willkommen. Ich bin seit Januar hier, und die Arbeit gefällt mir sehr gut, und wir sind hier wie so eine kleine Familie. Es ist nicht so wie Arbeit, sondern wie eine Familienatmosphäre hier."

 

Trotz der guten Atmosphäre im Verein beklagen die Verantwortlichen dort die verschärfte Tonart in Politik, Medien und Gesellschaft. Dort werde zunehmend gesagt, dass für die Flüchtlinge schon genug getan worden sei und nun die Deutschen dran seien. Gerade, was die Integration angeht, sieht "Moabit Hilft"-Gründerin Henniges aber noch Handlungsbedarf. Hier sei in den vergangenen Jahren viel versäumt worden, sagt sie.

Und: Integration sei keine Einbahnstraße.

 

"Moabit hilft" ist für den Deutschen Integrationspreis 2018 nominiert."

Quelle: https://www.stern.de/video-drei-jahre-nach-der-fluechtlingskrise---moabit-hilft--zieht-bilanz-8346386.html

 

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Kontakt

Moabit hilft e.V.

Turmstr. 21

Haus R

10559 Berlin

 

Fon +49 30 35057538

info@moabit-hilft.com

[ Erreichbarkeit / Öffnungszeiten ]

 

PRESSEANFRAGEN:

Diana Henniges +49 160 964 80003

diana@moabit-hilft.com

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