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Volle Solidarität mit der Berliner Obdachlosenhilfe e.V.

Denn auch wir bemängeln seit sehr langer Zeit den Umgang des Bezirkes Mitte mit Geflüchteten, Bedürftigen bzw. den entsprechenden Initiativen, Vereinen, aber auch einzelnen Freiwilligen, die sich für das Wohl der Menschen im Bezirk einsetzen.

 

In Berlin-Mitte werden Obdachlose von ihren Schlafplätzen vertrieben oder potentielle Schlafplätze mit Zäunen umstellt. Und auch bei der Sozialen Wohnhilfe des Bezirkes, die vorrangig zur Prävention von Obdachlosigkeit dient, ist der Umgangston einer Behörde keinesfalls würdig!

 

Unsere Lösungsansätze zur Behebung von Missständen wurden jederzeit vom Bezirk blockiert.


Ob Wanzenbefall in Notunterkünften oder massive Übergriffigkeit von Security, das Interesse von einem Dialog auf Augenhöhe beschränkte sich auf Ignoranz und kann nur als Desinteresse gewertet werden.

 

Als Beispiel ist auch die Notunterkunft in der Alt-Moabit 82 B zu nennen, die über Jahre leer stand, obwohl der Bedarf zu jederzeit da war. Grabenkämpfe zur Immobilie waren inklusive.

 

Weitere Beispiele sind der Umgang mit Prostituierten/Geflüchteten im Tiergarten, die zu keiner Zeit adäquat mit ausreichend Sozialarbeiter:innen betreut wurden, aber dafür regelmäßig geräumt wurden. Und diesen Umgang mit Obdachlosen kennt man auch bei den Betroffenen am Hansaplatz.

 

Insbesondere das Ignorieren unseres Vereines, auch unseres Raumbedarfes, zur Ausübung unserer integrativen und gesellschaftspolitisch elementaren Tätigkeiten, ist immer wieder ein Zeichen dafür, dass man Organisationen, die unbequem sind, die an Grundwerten festhalten, diese nicht klein diskutieren lassen, nicht haben will.

 

Insofern, können wir sehr, sehr gut nachvollziehen, dass die BOH diesen Preis ablehnt !

 

Dass der Bezirksbürgermeister Dassel die Ablehnung des Preises als "bedauerlich" bezeichnet und damit wiederholt Kritik an sich abprallen lässt, überrascht uns wenig.


Und zu sagen "Mir ist kein Fall bekannt, in dem wir jemanden wegschicken mussten, der untergebracht werden wollte" bedeutet nicht, dass die Berliner Obdachlosenhilfe, wir oder andere Organisationen die Unwahrheit sagen, sondern dass Herr Dassel entweder auf diesem Auge bewusst blind oder an entsprechenden Informationen aus dem eigenen Haus nicht interessiert ist.

 

Mit einem Dassel im Bezirk und Gothe als Bezirkstadtrat für Soziales kommt man, unserer Meinung nach, sozialpolitisch nicht weiter. Das Gegenteil ist der Fall.


Wer mit eher rechtspopulistischen Forderungen gegen soziale Probleme antritt, will dann wohl auch nicht wissen oder zugeben, dass in Berlin-Mitte Menschen einer massiv übergriffigen teils arbeitsverweigernden Behörde ausgesetzt sind.

 

Insofern weiter so liebe Mitstreiter:innen der Berliner Obdachlosenhilfe, gemeinsam stark sein, sich stärken, nachbarschaftliche Solidarität, gegen eine Politik der Ausgrenzung, auch in Berlin-Mitte !

 

Quelle Straßenfeger

Zur Presseerklärung des Berliner Obdachlosenhilfe e.V.


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